Weizenbier

Aus Bier Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hinter dem Begriff obergäriges Weizenbier oder Weißbier, wie man es in Südbayern nennt, steht eine breite Bandbreite unterschiedlichster Biere. Ist die Unterscheidung in helles oder dunkles Weizen noch geläufig, kann man jedoch auch Kristallweizen und naturtrübes Hefeweizenbier am Markt finden.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Name Weißbier gibt die traditionelle Herkunft dieser Biersorte wieder, die zunächst im Mittelalter weniger auf der Verwendung des Getreides Weizens beruhte. Vor dem 19. Jahrhundert waren die Biere typischerweise dunkel, sie hatten eine rötlich oder bräunliche Färbung. Das Weißbier war als helles Bier eine Spezialität, eine Ausnahme. Neben Gerstenmalz durfte nur für das Weißbier auch Weizenmalz verwendet werden, da man ansonsten den Weizen für Mehl und Brot reservieren wollte. Man nahm eine obergärige Hefe, die sich bei Gärungsende an der Oberfläche des Bottichs absetzt und dort eine weiße, dicke Hefeschicht bildet. Als Spezialität belegte das Weizenbier oder Weißbier in der Geschichte des Bieres lange eine Nischenrolle, im 19. Jahrhundert setzte sich die Weizenmalzverwendung überregional durch – heute ist ein Anteil von mindestens 50 % Weizenmalz vorgeschrieben. Der Boom des Weizenbieres begann in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts zunächst als filtriertes Kristallweizen. Später, in den 80er Jahren, begannen die Verbraucher verstärkt die naturtrüben Hefe-Weizenbiere zu favorisieren. Vermehrt kommt heute auch wieder der Weizenbock auf den Markt.

Geschmack und Aroma

Durch die Verwendung der obergärigen Hefe mit ihren höheren Gärtemperaturen entsteht im Gegensatz zur untergärigen Hefe ein wesentlich breiteres Spektrum an Aromastoffen. Es sind dies vor allem fruchtige Geruchs- und Geschmackseindrücke, die je nach Typ an Bananen, Zitrusfrüchte oder auch an Apfel oder Nelken erinnern. Die Bittere ist stark zurückgenommen. Die unfiltrierten Hefe-Weizenbiere sind durch ihren hohen Gehalt an Eiweiß- und Hefestoffen vollmundiger, mit der Hefe sind oftmals hefearomatische Geschmackskomponenten (oft eine leichte Bittere) wahrnehmbar. Weiteres typisches Merkmal der Biere ist der vergleichsweise höhere Kohlensäuregehalt. Diese Kohlensäure erzeugt im Trunk eine Spritzigkeit, die hervorragend zu den eher fruchtigen Aromaeindrücken passt. Weizenböcke sind häufig wahre Geschmacksexplosionen, dies aber im positiven Sinn. Zu den fruchtigen Geschmackseindrücken gesellen sich starke malzige, süße Aromaeindrücke, die in Verbindung mit dem höheren Alkoholgehalt echte Geschmackserlebnisse bringen.


Kategoriebeschreibung European Beer Star

South German‐Style Leichtes Weizen

Analytik:

South German‐Style Hefeweizen Hell

Analytik:

South German‐Style Hefeweizen Bernsteinfarben

Analytik:

South German‐Style Hefeweizen Dunkel

Analytik:

South German‐Style Kristallweizen

Analytik:

South German‐Style Weizenbock Hell

Analytik:

South German‐Style Weizenbock Dunkel

Analytik:

Weblinks

European Beer Star

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Werkzeuge