Biergeschichte

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Frühzeit

Älteste nachweisbare Überlieferungen stammen aus dem 4. Jahrhundert vor Christi Geburt aus dem Land der Sumerer, dem antiken Zweistromland Mesopotamien Euphrat und Tigris, sind also rund 6000 Jahre alt. Sehr wahrscheinlich gab es aber auch noch andere "Bierfinder". Ägypter haben bereits 3000 Jahre v. Chr. den alltäglichen Vorgang des Brauens detailliert auf Wandbildern in Pharaonengräbern und Tempeln festgehalten. Auch Indianer, Schwarzafrikaner und die Chinesen können für ihre Kulturen an Anspruch nehmen, das Bierbrauen erfunden zu haben. Auch die alten Germanen tranken ihr eigenes Bier. In bis zu 3500 Jahre alten keltischen und germanischen Gräbern wurden Gefäße gefunden, in denen die Wissenschaft Reste von Bier nachweisen konnte. Bier war der Trank der Götter. Nach der Sage von Tor und Tyr entwendeten sie einem Riesen seinen gewaltigen Braukessel, damit die Götter und Helden für immer ihren Durst löschen konnten. Bei den Germanen galt das Bier nicht nur als Opfer für die Götter, sondern wurde auch zum eigenen Verzehr gebraut.


Antike und Mittelalter

Bierbrauen war in der Antike meist Sache der Frauen. Erst im frühen Mittelalter, kurz vor der Jahrtausendwende, begann man sich in den immer zahlreicher entstehenden Klöstern mit der Braukunst zu beschäftigen. Denn man suchte ein nahrhaftes und wohlschmeckendes Getränk zu den Mahlzeiten, die in der Fastenzeit ziemlich karg ausfielen. "Liquida non fragunt ieunum" - Flüssiges bricht das Fasten nicht. Als Karl der Große im Jahre 800 n. Chr. Deutscher Kaiser wurde, gab es in den deutschen Staaten hunderte von Klöstern. Einige brauten zu dieser Zeit bereits schon 150 Jahre Bier. Auch in den aufblühenden Städten des Mittelalters wollte man auf den guten Gerstensaft nicht verzichten. Ein neuer Handwerkszweig entstand. Und die Landesfürsten führten Biersteuern ein, um ihre ständig klammen Kassen zu füllen. Nachdem die Klosterschenken, die keine Steuern zu zahlen brauchten, diese Einnahmequelle schmälerten, wurden viele von den jeweiligen Landesfürsten kurzerhand geschlossen. Schon lange zuvor ging man in den Klöstern beim Bierbrauen wissenschaftlich vor. Man untersuchte alte Schriften auf brautechnische Hinweise. So zum Beispiel die naturwissenschaftlichen Werke des Römers Gaius Plinius d. Ä. Bis man dann schließlich auf die Idee kam, Hopfen als Zutat zu verwenden. Neben vielen gesundheitlichen Aspekten hatte dieser einen großen, unbezahlbaren Vorteil: Er machte Bier so lange haltbar, dass man es auch einige Zeit im Keller lagern konnte. Erstmalig soll das in Brabanter Klöstern gemacht worden sein. Vermutlich stammt daher die Legende der Brabanter, König Gambrinus habe das Bier erfunden - der heute noch als Schutzpatron der Brauer gilt: ’’"Im Leben ward ich Gambrinus genannt, König zu Flandern und Brabant. Ich hab aus Gersten Malz gemacht und das Bierbrauen zuerst erdacht. Drum können die Brauer sagen, dass sie einen König zum Meister haben."

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